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Eine ungewöhnliche Ausstellung war das Ziel des WPKs Kunst: Joan Mitchell, als Vertreterin des amerikanischen Abstrakten Expressionismus. Beeinflusst vom modernen Jazz versuchte sie Bewegung, Wandlung und Aktion mit ihren Werken zu zeigen. Manchmal meint das Auge Landschaften oder Bäume zu erkennen, meistens stehen wir mit unserer gewohnten Sichtweise, etwas erkennen zu wollen, hilflos vor den zum Teil riesigen, bis zu acht Meter großen Gemälden. Judith Böke, der freien Mitarbeiterin der Kunsthalle, gelingt es wie gewohnt, Interesse zu wecken, Distanz abzubauen und gezielt Hintergrundwissen zu vermitteln. Was auf den ersten Blick wie „Krickelkrackel“ (so beschrieben ganz kleine Besucher ohne Scheu die Bilder) erscheint, lässt dann Anklänge an van Gogh, Cézanne, Monet oder Mondrian erkennen. Man mag die Stimmung, die ein Bild ausstrahlt, oder man steht den sehr abstrakten, gegenstandslosen Werken eher distanziert gegenüber.
Freie Arbeit im Atelier der Malschule der Kunsthalle
Bei der anschließenden freien Arbeit kostete es einige von uns Überwindung, ganz frei, nach der Musik von Joan Coltrane Farben und Formen auf eine Leinwand zu bringen. Der Prozess des Malens, die Stimmung waren das Wesentliche, keine konkreten Gegenstände, die entstehen sollten. In Gruppenarbeit entstanden drei Werke, die versehen mit den Namen der Maler und einem selbstgewählten Titel bei der Kunsthalle verbleiben, wo sie in einer Finissage am Ende der Joan Mitchell – Ausstellung gezeigt werden, zu der wir alle eingeladen worden sind.
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